... aus der Geschichte leben
Die Pfarrei Nobitz hing seit 1361 von dem Bergkloster zu Altenburg ab, welchem das Patronat und Verleihungsrecht über dieselbe zustand, bis es 1502 an Georg von der Gabelenz und dessen Nachfolger in Besitz des Rittergutes Nobitz überging.
Aus dem katholischen Zeitalter, und zwar kurz vor der Reformation, sind deren nur 2 aufzufinden gewesen, nämlich Jobst Apel, welcher 1510 im Testamente des altenburgischen Altaristen Boley erwähnt wird, und Bonifacius Schweidnitz. Dieser war ein Sohn des Bürgers und Kaufmanns Oßwald S. in Altenburg; er wurde 1515 Altarist an der Rathhauskapelle und vielleicht 1517 Pfarrer hier, wenigstens wollte er damals seine Altenburger Stelle an einen Anderen abtreten, doch nahm der Rath seine Entsagung nicht an; 1524 gab er die hiesige Pfarrstelle auf, wobei er von seinem Nachfolger 20 aßo. für den Abzug erhielt; in Altenburg bezog er das Einkommen des Lehns in der Rathauskapelle auch nach deren Aufhebung im Jahre 1525 bis 1528, in welchem Jahre er, unter officieller Enthebung von seinen Diensten, eine jährliche Pension von 2 nßo. gr. erhielt; 1530 scheint er gestorben zu sein, wenigstens wurde zu Michaelis jenes Jahres die Pension aus der Stadtkasse nicht mehr bezahlt.
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